Im Rahmen der Berufsorientierung lernen die Schülerinnen und Schüler innerhalb von zwei Wochen vier unterschiedliche Berufsfelder kennen. Für jeden Beruf stehen zweieinhalb Tage zur Verfügung. So bleibt ausreichend Zeit, nicht nur zuzuschauen, sondern selbst aktiv zu werden.
Unter Anleitung erfahrener Ausbilderinnen und Ausbilder bearbeiten die Jugendlichen praktische Aufgaben und erhalten einen authentischen Einblick in die jeweiligen Tätigkeiten. Dabei können sie ausprobieren, was ihnen liegt, neue Fähigkeiten entdecken und erste Vorstellungen davon entwickeln, wie ihr späterer Berufsalltag aussehen könnte.
Von der Vorbereitung in der Schule über zwei praxisnahe Werkstattwochen bis zur abschließenden Reflexion: Die Berufsorientierung folgt einem klar strukturierten Ablauf. Die Jugendlichen werden dabei Schritt für Schritt an die verschiedenen Berufsfelder herangeführt und erhalten werden der gesamten Woche die Möglichkeit, Erfahrungen zu reflektieren.
Vorbereitung in der Schule
Bei einem Vorabbesuch in den Klassen erhalten die Schülerinnen und Schüler wichtige Informationen zum Ablauf der Berufsorientierung. Sie erfahren, was sie während der Werkstatttage erwartet und wie die zwei Wochen aufgebaut sind. So können sich die Jugendlichen bereits im Vorfeld auf die praktische Erprobung in den Bildungsakademien einstellen.
Start in den Ausbildungshallen
Zu Beginn werden alle Schülerinnen und Schüler gemeinsam begrüßt. Dabei erhalten sie die wichtigsten Informationen zum Ablauf und zu den Verhaltensregeln. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Sicherheit: Die Jugendlichen werden zu den geltenden Sicherheitsvorschriften belehrt und mit der Hausordnung in unseren Häusern vertraut gemacht.
Anschließend findet eine individuelle Standortbestimmung statt. Dabei setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit ihren eigenen Interessen, Fähigkeiten und Erwartungen auseinander.
Gewerke kennenlernen
In zwei Wochen lernen die Schülerinnen und Schüler insgesamt vier Berufsfelder kennen. Dort erhalten sie zunächst eine Einführung in die jeweiligen Aufgaben und Anforderungen. Anschließend geht es direkt in die Praxis der Werkstattage: Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten konkrete berufliche Anwendungsfälle und erhalten einen echten Einblick in den Ausbildungsalltag. Dabei werden sie von unseren Ausbildungsmeisterinnen und -meistern begleitet und erhalten Unterstützung bei den Aufgaben.
Erfahrungen dokumentieren und reflektieren
Während der gesamten Werkstatttage führen die Jugendlichen täglich ein Berichtsheft. Darin halten sie ihre Tätigkeiten und Erfahrungen fest und setzen sich mit den verschiedenen Berufsfeldern auseinander.
Nach jeweils zweieinhalb Tagen erfolgt eine Selbsteinschätzung. Die Jugendlichen reflektieren, wie ihnen die Tätigkeiten gefallen haben, welche Aufgaben ihnen leicht- oder schwergefallen sind und ob sie sich den jeweiligen Beruf grundsätzlich vorstellen könnten.Ergänzend dazu findet eine Fremdeinschätzung durch das Ausbildungspersonal statt. Die Ausbilderinnen und Ausbilder dokumentieren ihre Beobachtungen und geben den Jugendlichen eine Einschätzung ihrer praktischen Erfahrungen und Fähigkeiten.
Abschluss der Werkstatttage an der Bildungsakademie
Am Ende der Tage in den Werkstätten werden die Erfahrungen reflektiert. In einer Feedbackrunde können die Jugendlichen ihre Eindrücke teilen und Rückmeldung zu den vergangenen Wochen geben.
Nachbereitung in der Schule
Nach Abschluss der zweiten Woche findet ein Reflexionsgespräch in der Schule statt. Die Schülerinnen und Schüler können ihr Erfahrungen aus den Werkstatttagen noch einmal besprechen und einordnen. Zum Abschluss erhalten sie ein Zertifikat über die Teilnahme an den Werkstattagen.